Der Zwischenraum ist in der Architekturtheorie ein vielschichtiger Begriff, der jene Bereiche beschreibt, die sich zwischen klar definierten Funktionsräumen befinden. Er kann physisch als Flur, Puffer- oder Technikzone auftreten, aber auch konzeptuell als Übergangszone zwischen Innen und Außen, zwischen öffentlich und privat. Architekten wie Aldo van Eyck und Herman Hertzberger haben dem Zwischenraum besondere Aufmerksamkeit gewidmet und ihn als soziale Bühne begriffen. In der städtebaulichen Planung entstehen Zwischenräume oft ungeplant zwischen Gebäuden und Infrastrukturelementen. Sie bieten Potenzial für informelle Aneignung, Begrünung oder neue Nutzungen. Das bewusste Entwerfen von Zwischenräumen gilt als Merkmal qualitätsvoller, menschengerechter Architektur.