Die Fensterleibung bezeichnet die seitlichen, oberen und unteren Innenflächen der Wandöffnung, die den Rahmen einer Fensteröffnung bilden. Ihre Tiefe ergibt sich aus der Wandstärke und der Position des Fensters innerhalb der Wandkonstruktion. Eine tiefe Leibung schützt vor direkter Sonneneinstrahlung, verbessert den Schallschutz und erzeugt durch Licht-Schatten-Spiele eine plastische Fassadenwirkung. Gestalterisch kann die Leibung unterschiedlich geneigt, abgeschrägt oder profiliert werden, was typisch für historische Baustile wie Romanik oder Gotik ist. Im modernen Bauen wird die Leibung oft minimiert, was flacheren Fassaden entspricht. Die Ausführung der Leibung beeinflusst auch Wärmedämmung, Schlagregenabdichtung und die optische Integration des Fensters in die Fassade.